25th Dez2013

26.03.2014 – Just the Wind

by admin

Film + Gespräch

– Thema: Diskriminierung von Sinti und Roma in Osteuropa und in München

– Wann + Wo:

  • Mittwoch, 26.03.2014 ab 18.30 Uhr
  • im Jugendinformationszentrum (JIZ)
    -> Herzogspitalstr. 24 (Eingang: Herzog-Wilhelm-Straße – Nähe Stachus)

– Diskussion mit Fachleuten und Publikum (nach dem Film):

  • Johanna Hein – „Drom Sinti & Roma“ der Diakonie Hasenbergl
  • Alexander Adler – Schulmediator für Sinti und Roma
  • Uta Horstmann (ehemals Fachfrau des Jugendamtes für Sinti und Roma)
  • Fachleute von Madhouse gGmbH (angefragt)

– Moderation: Cumali Naz (Stadtrat + Interkultbeauftragter des Kreisjugendring München-Stadt)

– Eintritt frei – Anmeldung für Gruppen im JIZ erbeten!

– Infos zum Film: (Ungarn/Deutschland/Frankreich, 2012, 91 Min., FSK: 12 Jahre)

Gyöngyi Lendvai Zum Download bitte auf das Bild klicken.
Bild: Peripherfilm

Inhalt

Eine Roma-Siedlung in der ungarischen Provinz wird von Rassisten bedroht. Wiederholt stattfindende Übergriffe werden offenbar auch von Teilen der örtlichen Polizei gedeckt, die benachbarte Bevölkerung schweigt. Erst kurz zuvor ist hier eine Familie erschossen worden, die Täter sind unerkannt entkommen. Eine der Roma-Familien lebt unter ärmlichsten Verhältnissen mit drei Generationen auf engstem Raum beieinander: Der junge Rio, seine Schwester Anna mit Mutter und Großvater; der Vater ist kürzlich nach Kanada ausgewandert, die anderen Familienmitglieder sollen folgen, sobald sie es sich leisten können. Die Roma haben Wachen zum Selbstschutz aufgestellt, dennoch verlassen die Familienmitglieder ihr Haus nur unter Todesangst und Furcht vor alltäglicher Diskriminierung und Gewalt. Am Morgen geht die Mutter in die Stadt zum Putzen, die Tochter zur Schule, Rio schwänzt. Als es Nacht wird, rücken die Familienmitglieder in ihrer Unterkunft noch enger zusammen als sonst – aber die Hoffnung, der Gewalt an Leib und Seele unbeschadet entkommen zu können, erweist sich als trügerisch.

Umsetzung

Die Dramaturgie verdichtet Geschehnisse aus der Perspektive der gezeigten Familie über einen Zeitraum von 24 Stunden, mit dramatischem Spannungsbogen nach dem Muster „eines langen Tages Reise in die Nacht“. In ungeschönten, das Leben der Roma am Rande der Gesellschaft nie verklärenden Bildern entwickelt sich ein minimalistisch kunstvoll inszeniertes Epos, zum Teil gespielt von Laien-Darstellern, nah an und mit den bedrängten Protagonisten. Die Inszenierung nimmt in fiktiver Weise Bezug auf eine Serie realer Mordtaten in Ungarn, dabeilässt sie mit filmischen Mitteln eine pogromähnliche Stimmung entstehen, aus der in jedem Augenblick Gewalt hervorgehen kann. Die Kamera ist nah an den Figuren und macht ihr schutzloses Ausgeliefert- und Getriebensein oftmals geradezu physisch erfahrbar. Der Film evoziert Bedrohungen wie aber auch vereinzelte Regungen von (Mit-)Menschlichkeit immer wieder gestisch und atmosphärisch

Quelle: VISION KINO

Internetseite des Films: www.peripherfilm.de/justthewind

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