08th Jan2016

23.02.16 – Heute bin ich Samba

by admin

Film + Gespräch

– Themen: „Illegalität“ + ehrenamtliches Engagement für Flüchtlinge

– Wann + Wo:

  • Dienstag, 23.02.2016 ab 18.30 Uhr
  • bei der IG – Initiativgruppe e.V.
    -> Karlstraße 48-50 – Rgb.  (Ecke Augustenstraße – Nähe Stiglmaierplatz, Königsplatz)

– Diskussion mit Fachleuten und Publikum (nach dem Film):
– Gäste:
Mitarbeiter*innen des Cafe 104 (Beratungsstelle für Menschen mit ungesichertem Status – www.cafe104.de)
Patricia Heider – Koordinatorin Bürgerschaftliches Engagement für Flüchtlinge (www.willkommen-in-muenchen.de)

– Moderation: Cumali Naz (Stadtrat und Interkultbeauftragter des Kreisjugendring München-Stadt)

– Eintritt frei – Anmeldung für Gruppen im JIZ erbeten!

– Infos zum Film: (Frankreich 2014, Spielfilm, 118 Minuten, FSK 6 Jahre)

Samba (Omar Sy) kommt aus dem Senegal und wird, statt wie erwartet die unbefristete Aufenthaltserlaubnis zu bekommen, in Abschiebehaft gesteckt. Doch er kann untertauchen und erhält Hilfe von einer Flüchtlingsorganisation. Es beginnt eine tragikomische Odyssee durch die Parallelwelt illegaler Migranten, zwischen Arbeiterstrich, Tagelöhnerjobs und Razzien, in der die Absurditäten des Systems sichtbar werden. Der Zwang, sich als Rädchen im urbanen Getriebe möglichst unsichtbar zu machen, führt zu lustigen Maskeraden, etwa als Geschäftsmann mit Zeitung in der Hand. Neben Streiflichtern auf dieses tägliche Rollentheater beleuchtet der Film den Verschiebebahnhof zwischen gesichtslosen Bürokraten und ausführenden Polizisten. Ganz zu schweigen vom Gemenschel mit den Flüchtlingshelferinnen, denen die verordnete Distanz kaum gelingt. Ohne Pathos werden nebenbei die psychischen Folgen dieser emotionalen Achterbahnfahrt zwischen Willkür, Vogelfreiheit, Solidarität und Einsamkeit angedeutet. In diesem im Grunde alptraumhaften Kampf um das Ankommen in der französischen Gesellschaft fungiert Omar Sy erneut als Sympathieträger und lässt hinter Sambas unbeschwertem Charme herzzerreißende Melancholie durchscheinen. Dem Filmemacherteam gelingt es, die triste Realität durch Humor aufzulockern, ohne die Plausibilität der Geschichte zu untergraben.

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