25th Dez2013

07.10.2014 – Parada

by admin

Film + Gespräch

– Themen: Homophobie weltweit

– Wann + Wo:

  • Dienstag, 07.10.2014 ab 18.30 Uhr
  • bei der IG – Initiativgruppe e.V.
    -> Karlstraße 48-50 – Rgb.  (Ecke Augustenstraße – Nähe Stiglmaierplatz, Königsplatz)

– Diskussion mit Fachleuten und Publikum (nach dem Film):

– Moderation: Cumali Naz (Stadtrat + Interkultbeauftragter des Kreisjugendring München-Stadt)

– Eintritt frei – Anmeldung für Gruppen im JIZ erbeten!

– Infos zum Film: (Serbien, Kroatien, Slowenien, Mazedonien 2011, 115 Min., FSK: 12 Jahre)

Parada
Quelle: Parada Film

Die erste Gay-Pride-Parade im serbischen Belgrad gerät zur Katastrophe: Ohne Polizeischutz wird das kleine Häuflein Demonstranten von einem rechtsradikalen Mob brutal zusammengeschlagen. Was tun? Das schwul-lesbische Aktionsbündnis greift zum letzten Mittel: Ausgerechnet eine Gruppe halbkrimineller Kriegsveteranen soll die Demo im nächsten Jahr schützen. Ihr Anführer Limun, Judotrainer und Chef einer kleinen Security-Firma, ist allerdings ausgesprochen homophob. Doch eine kleine Erpressung – Limuns künftige Ehefrau besteht auf einer stilvollen, vom schwulen Aktivisten und Innendesigner Mirko geplanten Hochzeit – wirkt Wunder. Nachdem sämtliche Kollegen abgesagt haben, aktiviert er seine kroatischen, bosnischen und albanischen Kumpels aus Kriegstagen.

Aus einer wahren Tragödie macht der renommierte Regisseur Srdjan Dragojevic eine Komödie. Authentische Fernsehbilder der ersten, gewaltsam aufgelösten Gay-Pride-Parade vom 30. Juni 2001 in Belgrad stehen am Anfang des Films, der die gesellschaftliche Feindseligkeit gegenüber Homosexuellen nie beschönigt und auf unterhaltsame Weise Klischees zitiert – buntgekleidete Schwule mit feinen Manieren treffen auf knallharte Machos. Dennoch wirken die einzelnen Charaktere durchaus differenziert gezeichnet und selbst die derbsten Schwulenwitze dienen ausschließlich dazu, sich über die auf dem ganzen Balkan verbreitete Homophobie lustig zu machen. In einem von der Diskriminierung Homosexueller und von nationalistischem Hass geprägten Umfeld setzt der farbenfroh inszenierte und mit viel Musik unterlegte Film ganz auf Versöhnung und zeigt mit der Vereinigung ehemaliger Kriegsgegner sogar Mut zur Utopie.

Quelle: Kinofenster

Internetseite des Films: www.parada-film.de

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